Programm 2026 Gegen:Sätze
Gegen:Sätze – wie zwei getrennte Blasen schiebt sich dieser Doppelpunkt ins Wort hinein, trennt und macht gleichzeitig auf mögliche Bedeutungsebenen aufmerksam.
Da ist die Widerrede und der Widerstand gegen Gleichgültigkeit auf der einen Seite und die Intensität, die durch das Zusammentreffen von Unterschiedlichem entsteht, auf der anderen.
In einer Welt, die mich aktuell aufgrund der multiplen Problemfelder und Krisen immer wieder komplett überfordert und mir den Atem raubt, erschien mir dieses Festivalmotto als ein möglicher Denkraum, um ein Programm zu entwickeln, das Räume öffnet und unterschiedlichste Menschen durch künstlerische Erlebnisse und Erfahrungen zusammenbringen kann.
Vielleicht können sich Schwer:Punkte auch leicht anfühlen, Stand:Punkte wackeln, Mittel:Punkte von Rand:Notizen überrascht werden … Sie sehen, ich spiele, denn das ist meine persönliche Strategie, wenn ich nach Lösungen suche.
5 Tage voller Musik, Literatur, Film, Performance, Tanz, Bildender Kunst, Kulinarik und traditionellem Kulturhandwerk im Festivalzentrum Semmelweis-Semmelreich-Semmelstreich und an ausgewählten Orten im Bezirk.
Kunst kann die Welt nicht verbessern, aber sie macht sie erträglicher.
In diesem Sinne lade ich Sie herzlich ein: Kommen Sie vorbei, nehmen Sie teil. Alleine, in Gruppen oder mit Menschen, die sich überraschen lassen wollen.
Aurelia Staub, künstlerische Leiterin
Über Aurelia Staub (Künstlerische Leiterin)
Geboren in Zürich, absolvierte sie eine Tanzausbildung in der Schweiz und in den USA. Sie unterrichtet zeitgenössischen Tanz, Improvisation und Körperarbeit und choreografiert und kuratiert im Tanz-/Theater- & Performancebereich. Zusätzlich leitet sie Masterclasses und Fortbildungen für Pädagog*innen und Kunstvermittler*innen (u.a. Lehraufträge an der Bruckneruniversität, mdw, MuK Wien, Kunstuniversität Graz, KpH Krems, Pädagogische Hochschule Zürich). Sie sitzt in zahlreichen Jurys, u.a. für BMUuK-Stipendien und im Fachbeirat Tanz Stadt Graz.
Geschichte des kunst.fest.währing

Seit 2017 bringt das kunst.fest.währing Theater, Performance, Literatur, Musik, Kabarett, Tanz und bildende Kunst in den 18. Bezirk – und verbindet sie zu einem Programm, das mehr ist als die Summe seiner Teile.
Fünf Tage im Herbst, ein Ort zum Bleiben.
Was das Festival besonders macht: Die Sparten stehen nicht nebeneinander; sie reichen einander die Hand. Wer für eine Lesung kommt – manche davon mit Gebärdensprachdolmetsch-Begleitung – bleibt für ein Konzert. Wer das Kino betritt, findet sich plötzlich mitten in einem Kunstgespräch wieder. Für die jüngsten Gäste gibt es eigene Programmangebote. Dieses In-Verbindung-Bringen – von Kunstformen, von Menschen, von Ideen – ist das Herzstück des kunst.fest.währing.
Seit einigen Jahren hat das Festival sein Zuhause in der Semmelweisklinik (Haus 4) gefunden, mit einzelnen Programmpunkten an weiteren Orten in Währing.
Hinter dem Festival steht ein engagiertes Team: Künstlerische Leiterin Aurelia Staub (Choreografin, Tänzerin, Pädagogin) prägt das Gesamtprogramm gemeinsam mit Dunja Ganser (Kulturmanagerin). Petra Hartlieb (Buchhändlerin und Autorin) verantwortet die literarische Linie, Marietta Ranzmayer (Bezirksrätin) die Filmauswahl. Initiiert wurde das kunst.fest.währing von Robert Zöchling (Bezirksvorsteherin-Stellvertreter), der das Festival von Beginn an als Impulsgeber begleitet. Bis 2024 war Friedl Preisl als Musik-Kurator für das kunst.fest.währing aktiv.
Das kunst.fest.währing ist ein Bezirksfestival – aber keines, das an seinen Grenzen haltmacht.
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